Carabinieri im Einsatz
Jacques Moretti war in Untersuchungshaft, wurde aber am 23. Januar 2026 gegen eine Kaution von 200.000 Franken freigelassen. Er muss strenge Auflagen erfüllen: Hinterlegung von Ausweisdokumenten, Verbot, die Schweiz zu verlassen, und tägliche Meldung bei der Polizei. Die Kaution wurde von einem Genfer Millionär über ein Konto in Dubai gezahlt; die Herkunft wurde geprüft.
Seine Frau Jessica Moretti bleibt auf freiem Fuß. Die Freilassung von Jacques Moretti hat zu diplomatischen Spannungen mit Italien geführt: Italien ist “zutiefst empört”, hat den Botschafter zurückgerufen und sieht es als “Affront” gegenüber den Opfern. Frankreich weigert sich, eigene Bürger auszuliefern, was weitere Debatten auslöst.
Die Todeszahl der Brandkatastrophe von Crans-Montana stieg auf 41, nachdem ein 18-jähriger Schweizer am 31. Januar in Zürich seinen Verletzungen erlag. Fünf Brandopfer sind weiterhin kritisch im USZ (Universitätsspital Zürich). Viele Verletzte wurden ins Ausland verlegt.
Die Walliser Staatsanwaltschaft hat die Untersuchung erweitert und ermittelt nun gegen vier Personen: Die Barbetreiber Jessica und Jacques Moretti (wegen fahrlässiger Tötung, Körperverletzung und Brandstiftung), einen ehemaligen Brandschutzkontrolleur sowie einen ehemaligen Sicherheitsverantwortlichen der Gemeinde Crans-Montana. Der ehemalige Sicherheitsbeauftragte soll am 9. Februar erstmals vernommen werden.
Blick berichtete am 30.01.2026 die Walliser Staatsanwaltschaft sei auf ein Rechtshilfeersuchen der Staatsanwaltschaft Rom eingetreten. Italienische Ermittler dürfen nun auch in Crans-Montana ermitteln, Beweise einsehen.
“Da die schweizerischen Behörden nun dem Rechtshilfegesuch zugestimmt haben, dürfen die Carabinieri physisch vor Ort in Crans-Montana anwesend sein. Sie können jedoch lediglich beratend tätig werden (…). «Italienische Behördenvertreter können, auf Ersuchen und unter Schweizer Verfahrensherrschaft, bei einzelnen Handlungen anwesend sein oder Fragen anregen»”